"Rückkehr der Wölfe" von Eckhard Furth

rückkehr wolf

Heute möchte ich Ihnen das Buch „Rückkehr der Wölfe“ von Eckhard Furth vorstellen.
Der Autor des Jahrgangs 1954 arbeitet seit seinem Geschichts- und Soziologiestudiums als Redakteur für die Presse („Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Welt“). Da er auch Jäger ist, schreibt er häufig Kolumnen über Naturschutz und Landwirtschaft. Somit ist es nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr ein Buch über Wölfe von ihm erschienen ist.

Die Berichte und anschließenden Diskussionen über den Wolf, vor allem hier in Sachsen, sind in den letzten Jahren häufig geworden. Denn seit dem Jahr 2000 gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Vor allem in der Lausitz und deren Umgebung haben sich in den letzten Jahren mehrere Rudel fest angesiedelt und expandieren langsam in weitere deutsche Bundesländer (Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen).

Doch die Rückkehr der großen Raubtiere wird mit sehr gemischten Meinungen aufgenommen. Da gibt es zum einen die Wolfsgegner wie Nutztierhalter, Eltern von kleinen Kindern oder so mancher Jäger, welcher Befürchtungen um die Länge seiner Strecke hat. Auf der anderen Seite stehen die Naturliebhaber, welche den Wolf als Beweis eines erfolgreichen Naturschutzes bzw. eines intakten Ökosystems sehen. Und dann gibt es noch eine ganze Menge Leute, die sich mit dem Thema „Wolf in der Nachbarschaft“ noch gar nicht auseinander gesetzt haben.

Wer jedoch an solch einer „Wolfs“-Diskussion nicht nur passiv teilnehmen möchte, dem kann ich das Buch „Rückkehr der Wölfe“ sehr empfehlen. Im Buch geht um die (kultur-)historische Geschichte vom Wolf und den Menschen, seine Ausrottung in Deutschland vor ca. 150 Jahren sowie dessen derzeitige Rückkehr in unser Leben. Es geht um Nutztierhalter und Jäger und deren tatsächlichen Probleme mit dem Wolf. Für diese Informationen hat der Autor sich mit verschiedenen Betroffenen zusammengesetzt. Weiterhin erfährt der Leser einiges über Wolfsmanagement, die Vermarktung des Raubtieres oder wie der Wolf domestiziert wurde.
 
Das Buch ist flüssig und verständlich geschrieben, sodass trotz der guten Recherchen keine Längen beim Lesen auftauchen.
Doch das wichtigste, meiner Meinung nach, ist an diesem Buch: Es gibt einen sehr realistischen, unverklärten Blick auf das (wohl noch größtenteils vor uns liegende) Leben der Deutschen mit dem Raubtier Wolf. Es werden sachlich alle positiven und negativen Aspekte aufgearbeitet und der Autor bleibt stets „neutral“.

Wer diese Lektüre abgeschlossen hat, kann zukünftig in allen Diskussionen zum Wolf mit gutem Gewissen „ein Wörtchen mitreden“. Wer sich darüber hinaus immer auf den Laufenden halten möchte, dem sei die Website www.wolfsregion-lausitz.de sehr empfohlen.

Das Buch „Die Rückkehr der Wölfe“ können Sie sich in der Mediothek Borna oder als E-Book in der Onleihe Leipziger Raum ausleihen.

"Blumen fantasievoll arangieren" und "Kreative Pflanzideen"

BlumenHeute Morgen habe ich beim Spaziergang mit meinem Hund die ersten aufgeblühten Sonnenblumen auf einer Wildblumenwiese entdeckt und ich dachte mir in diesem Moment, dass es höchste Zeit ist, Ihnen zwei Neuanschaffungen unserer Mediothek zur Lektüre zu empfehlen.
Es ist zum einen das sehr ansprechende Sachbuch „Blumen fantasievoll arrangieren“ und zum Zweiten zur selben Thematik „Kreative Pflanzideen“.

Lassen Sie sich inspirieren und holen sie sich den Sommer in Ihr Zuhause – sei es aus Ihrem eigenen Garten oder von Feld und Wiese. Sie werden staunen, mit welch unkonventionellen Mitteln Sie die herrlichsten Blumenkompositionen  zaubern können. Dazu bedarf es oft nur wenig. Eigene Ideen und Anregungen aus den Büchern werden vielleicht auch aus Ihnen eine leidenschaftliche Hobbyfloristin machen.

Die beiden Ratgeber stehen neben anderen ab sofort für Sie gut sichtbar im Neuerscheinungsregal an der Verbuchungstheke zur Ausleihe bereit.

Sollten sie bereits entliehen sein, nicht traurig sein! Ganz sicher werden sie noch fündig, wenn sie in der  Sachgruppe "W" stöbern oder unser Zeitschriftenabteilung aufsuchen. Dort finden Sie auch tolle Gartenzeitschriften.

"Konzert ohne Dichter" von Klaus Modick

konzert ohne dichter„Das Konzert“ (Sommerabend) ein Gemälde von Heinrich Vogeler datiert von 1905, wird in "Konzert ohne Dichter" in seiner Entstehungsgeschichte beschrieben. Der Barkenhoff in Worpswede ist der wesentliche Schauplatz des Geschehens. Die fragwürdige Freundschaft zwischen Vogeler und Rilke, das Ringen um Anerkennung der Kunst on Paula Becker und Clara Westhoff vermitteln Eindrücke vom Leben in der Künstlerkolonie um 1900.

 

Klaus Modick ist ein 1951 in Oldenburg geborener Schriftsteller und Übersetzer. Sein Roman "Konzert ohne Dichter" befand sich sofort nach Erscheinen auf Platz 1 der Kritiker-Bestseller-Liste des SWR. 

Filmtipp: "Unbroken"

Cover UnbrokenDer Film „Unbroken“ von Angelina Jolie erzählt die wahre Geschichte von Louis Zamperini (gespielt von Jack O’Connell), einem Amerikaner mit italienischen Vorfahren, der sich 1936 als Mittelstreckenläufer für die Olympischen Sommerspiele in Berlin qualifiziert. Dort ist er der jüngste Teilnehmer beim 5.000-Meter-Lauf, der als achter ins Ziel kommt, allerdings die letzte Runde in rekordverdächtiger Zeit läuft.

Als dann der Zweite Weltkrieg ausbricht meldet sich Zamperini freiwillig zur US-Luftwaffe. Nach verschiedenen Einsätzen stürzt sein Flugzeug bei einer Rettungsaktion über dem Pazifik ab. Alle Insassen sterben nur er und zwei weitere Soldaten überleben. Nach schmerzlichen Wochen auf See wird er von Japanern gefangen genommen und in ein Kriegsgefangenenlager gesteckt, in dem der sadistische Lagerkommandant Zamperini wegen seines Ruhms bei den Olympischen Spielen das Leben zur Hölle macht…

„Unbroken“ ist ein Film der die verschiedensten Emotionen bei mir wachgerüttelt hat. Ich war erschüttern, wütend und traurig und habe mir die Fragen gestellt: Wie viel kann ein Mensch ertragen und wieso quälen manche Menschen andere, obwohl keinerlei persönliche Fehde besteht? Die erste Frage wurde im Film eindrucksvoll beantwortet. Auf die zweite Frage habe ich bis jetzt keine Antwort gefunden.

"Der Zug der Waisen" von Christina Baker Kline

Coverabbildung des Buches "zug der waisen"Das Buch „Der Zug der Waisen", das ich Ihnen heute vorstelle, ist ein bewegender Roman über ein vergessenes und bei uns weitgehend unbekanntes Kapitel amerikanischer Geschichte.

Mehr als 250.000 Waisenkinder wurden zwischen 1854 und den 1920ern per Eisenbahn aus den Slums New Yorks oder Bostons in den Westen Amerikas gebracht. Hauptsächlich waren es Kinder irisch-katholischer Einwanderer der ersten Generation, die ihr Land nach der großen Hungersnot verlassen hatten und die nun auf der Straße lebten. Da die Verwaltung der Städte dem Elend tatenlos zusah, gründete Charles Loring Brace 1853 eine Organisation. Deren Ziel war es, die körperliche und seelische Verfassung der Straßenkinder zu stärken und jedem Kind die Chance auf eine gesunde und glückliche Zukunft zu geben. Ein Weg dahin sollten die „Orphan Trains“ (Waisenzüge) sein.

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