"Der Mann, der kein Mörder war" von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

der mann der kein mörder war CoverErster Teil einer Krimiserie rund um den (unsympathischen) Psychologen Sebastian Bergman.

Von der ersten bis zur letzten Minute spannend mit unvermuteten Wendungen. Der Sprecher (Douglas Welbat) ist einfach fantastisch und vermittelt immer die richtige Stimmung.

Absolute Hörempfehlung!

"Das Schicksal der Sterne " von Daniel Höra

buchcover das schicksal der sterneSieben Monate dauerte die dramatische Flucht von Adib und seiner Familie aus Afghanistan. Die Sehnsuchtsstadt Berlin jedoch enttäuscht mit menschlicher Kälte, Bürokratismus und Ablehnung. Dann jedoch begegnet Adib dem fast 90jährigen Karl, der 1945 aus Schlesien vertrieben wurde. Beide sind geprägt von den Erlebnissen ihrer Flucht und beide haben Verlust, Angst und Verfolgung kennengelernt. Und trotzdem hat keiner von beiden aufgegeben.

Die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen zwei Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilen, beginnt. Erschreckend, wie viel Ähnlichkeit die beiden Flüchtlingsgeschichten aufweisen, obwohl zwischen ihnen 70 Jahre liegen. Als der Autor 2012 die Idee zu diesem Roman hatte, konnte er sicher noch nicht ahnen, wie hochaktuell die Flüchtlingsthematik, der sich das Buch widmet, zum Erscheinungstermin sein würde.

Dieses Buch können Sie in der Jugendabteilung der Mediothek Borna ausleihen.

"Wenn ihr uns findet" von Emily Murdoch

MurdochDie 14-jährige Carey lebt mit ihrer 6-jährigen Schwester seit 10 Jahren abgeschottet von jeglicher Zivilisation in den tiefen Wäldern eines Nationalparks. Ein heruntergekommener Campingwagen ohne Strom- und Wasseranschluss ist ihre schützende Behausung – Sommer wie Winter.
Ihre Mutter psychisch angeschlagen und drogenabhängig, hat sie vor vielen Jahren entführt und versteckt. Oft ist sie tage- oder gar wochenlang verschwunden und die zwei Mädchen müssen auf sich allein gestellt versuchen zu überleben. Ständig frierend und hungrig ernähren sie sich hauptsächlich von Dosenbohnen, manchmal geht Carey auch auf die Jagd. Wenn dann endlich die Mutter wieder auftaucht, ist von ihr auch keine Hilfe und Zuneigung zu erwarten, manchmal hat sie auch Männer im Schlepptau…
Eines Tages haben die Mädchen ein traumatisches Erlebnis, das die kleine Schwester verstummen lässt.
Eines  Tages, die Mutter ist schon wochenlang abwesend, werden sie von ihrem Vater und einer Sozialarbeiterin in Wald gefunden.
Ein neues Leben beginnt: Strom, fließendes Wasser, ein weiches warmes Bett, Fernsehen, Schule, alles Dinge, die sie nie kennengelernt haben.
Wird der Start in das neue Leben gelingen? Welches schreckliche Erlebnis müssen die Mädchen verarbeiten, kann Carey sich öffnen und darüber sprechen, um endlich darüber hinweg zu kommen?
Mit „Wenn ihr uns findet“ ist der Autorin ein grandioses Drama gelungen, welches den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und aufgewühlt und nachdenklich zurücklässt.
Obwohl das Buch in der Jugendabteilung zu finden ist, kann ich es auch für erwachsene Leser sehr empfehlen.

"Brennerova" von Wolf Haas

Cover des Buches Brennerova

Das Buch "Brennerova" des Autors Wolf Haas ist ein Kriminalroman, in dem Simon Brenner - ein Privatdektiv im Ruhestand - durch Verkettung skuriller Zufälle ins Wiener Rotlichtmillieu hinein gerät.

Haas unkonventioneller Schreibstil ist zwar nicht jedermanns Geschmack. Hat man sich aber erst einmal darauf eingelassen, ist es kaum möglich, das Buch zur Seite zu legen.

Wolf Haas ist ein österreichischer Schriftsteller. Er wurde am 14. Dezember 1960 geboren und lebt heute in Wien. Brennerova ist bereits der achte Roman der Brenner-Reihe, aus der noch "Der Brenner und der liebe Gott" in der Mediothek Borna entliehen werden kann.

"Ein Freund des Hauses" von Yves Ravey

ein freund des hausesHeute möchten wir Ihnen den Roman „Ein Freund des Hauses“ aus der Feder des Schriftstellers Yves Ravey vorstellen. Auf nicht einmal 100 Seiten skizziert er, wie durch einen falschen Verdacht der Blick für die wirklichen Gefahren verloren gehen kann.
Nach 15 Jahren wird  Freddy, aus dem Gefängnis entlassen. Dort saß er wegen Kindesmissbrauchs ein und benötigt nun übergangsweise eine Unterkunft. Der Bewährungshelfer bedrängt Martha Rebernak, ihren Cousin bei sich aufzunehmen, bis er eine eigene Wohnung gefunden hat.
Sie hat aber riesige Angst, Freddy könnte auch ihrer Teenager-Tochter Clémence etwas antun und unternimmt alles, um sie vor der vermeintlichen Gefahr zu schützen.  Bei der Polizei versucht die Mutter, Hilfe zu bekommen, welche sie aber mit der Begründung, dass gegen Freddy liegt nichts vorliege und er sich auch während seiner Haft immer korrekt verhielte, verwehrt.
Martha steigert sich in ihre übertriebenen (aber gleichwohl nachvollziehbaren) Ängste und beginnt, ihre Tochter zu beschatten, die sich wiederum dieser Kontrolle zu entziehen versucht. Die ernsthafte Bedrohung, der Clémence ausgesetzt ist, rückt dadurch in den Hintergrund…
Wie in seinem Buch „Bruderliebe“ erzählt Ravey äußerst spannend in kühler und distanzierter Sprache von den Ereignissen in der kleinen französischen Stadt irgendwo in der Provinz. Wie die Luft vor einem Sommergewitter baut sich die Spannung des kleinen Romans auf, hält sich über das gesamte Buch und entlädt sich in einem überraschenden Finale.
Yves Ravey, geboren 1953 in Besançon (Frankreich), arbeitet dort als Professor für bildende Kunst. Er schrieb in Frankreich bereits zahlreicher Romane und Theaterstücke. In Deutschland erschien von ihm allerdings nur der Roman „Bruderliebe“.
Sowohl „Ein Freund des Hauses“ als auch „Bruderliebe“ können Sie in der Mediothek Borna entleihen.