"Die Zeit der Ruhelosen" von Karine Tuil

Zeit der Ruhelosen"Die Zeit der Ruhelosen" von Karine Tuil - ein Roman, der nicht loslässt - leben, leiden, hoffen!

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende nicht losgelassen. Drei Handlungsebenen, die letztendlich zusammenführen, stellen das Hauptgerüst.

1. ein französischer Regierungspolitiker im Sog seiner Wünsche und Ängste

2. ein französischer Milliardär, der immer mehr ins Abseits gerät

3. ein junger französischer Soldat, der das Grauen Afghanistan zwar überlebt, aber nie davon loskommt.

Die Autorin schildert meisterhaft deren Schicksale und bindet gekonnt geschichtliche, politische und familiäre Fragen ein.

Erst dachte ich, wie kann so etwas spannend sein? Dann hörte ich nicht auf zu lesen, weil die Handlungen der Protagonisten so anschaulich, beklemmend und mitunter so widersprüchlich abliefen.

In jeder Minute des Lesens war ich dabei, vor allem weil die Spannungsbögen sich immer weiter verdichteten. Ich hatte bereits ihren ersten Roman "Die Gierigen" gelesen und war auch dort vom Geschehen gepackt.

Was für Romane! Nun warte ich auf ihr nächstes Buch in deutscher Sprache.

Eins noch zum Schluss: Über den IS hatte ich bereits vieles gelesen. Die Passagen im Roman haben mir aber endgültig die Augen geöffnet, welche Brutalität und Entmenschlichung hinter dieser Gruppe steckt, einfach unfassbar.

Lesermeinung von W. Dörfl

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