"Was wir dachten, was wir taten" von Lea-Lina Oppermann

was wir dachtenAmoklauf an einer Schule. Als der maskierte Täter ins Klassenzimmer eindringt, rechnen alle mit dem Schlimmsten. Doch zunächst legt er nur nummerierte Briefumschläge mit Aufgaben auf den Tisch. Die Erfüllung jeder Aufgabe bringt gut gehütete Geheimnisse ans Tageslicht – Diebstähle, Lügen und Mitläufertum.

Berichtet wird abwechselnd aus drei Perspektiven:

Fiona, das Mädchen in der ersten Reihe, das sich immer wieder fragt, was es nur tun kann.

Mark, der eine gewisse Genugtuung verspürt, wenn die Unzulänglichkeiten der anderen enttarnt werden.

Und Herr Filler, der Lehrer der Klasse, der zwischen Aggression und Passivität schwankt.

Am Ende steht dann die Frage: Wer ist eigentlich Opfer und wer ist Täter?

Dieses dünne Buch hat mich sehr bewegt. Und ich habe mich gefragt, wie würde ich in solch einer Situation reagieren? Würde ich eingreifen und damit mein Leben riskieren? Welche gesagten oder getanen Dinge lassen einen Mitmenschen einen Amoklauf begehen? Wie kann man so etwas durch das eigene Handeln verhindern? Aber auch: Wie gut kenne ich meine Mitmenschen? Welches Geheimnis würde bei mir enttarnt werden?

Das Buch zeigt auf krasse Weise, dass wir unsere Mitmenschen meist nicht wirklich kennen und dass wir in Extremsituationen meist nicht unserem Ideal folgen, sondern den einfachen, den sicheren Weg gehen.

Man kann sich nur immer wieder vornehmen, dass man seinen Mitmenschen mit Respekt und Achtung entgegen tritt und auf diese Weise eine solche Tat verhindert wird.

„Was wir dachten was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann ist in der Mediothek Borna als Buch, Hörbuch und eBook erhältlich.

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