Mein fast perfekter Vater

 

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Walt und Anthony - Vater und Sohn - haben sich seit längerer Zeit nicht mehr gesehen. Doch da Anthonys Mutter mit ihrem neuen Mann ein Wochenende nicht da sind, sind Vater und Sohn mehr oder weniger gezwungen diese Zeit miteinander zu verbringen. Doch an diesem Wochenende geht alles schief, was schief gehen kann. Bestimmend ist aber der Verlust des Werkzeugkoffers von Walt. Dieser bedeutet für ihn alles, da er ihn zum einen von seinem eigenen Vater geerbt hat und zum anderen dieser seine Lebensgrundlage als Handwerker darstellt. Die beiden versuchen den Koffer wieder zu bekommen und erleben dabei so einiges.

Anfangs hatte ich bei dem Film kein gutes Gefühl. Alles war irgendwie nicht stimmig. Die beiden Hauptcharaktere spalteten mich. Der Vater, wunderbar gespielt von Clive Owen, ist am Ende. Sein letztes Geld gibt er für Alkohol aus und lässt dafür seinen Sohn sogar ewig im Auto sitzen. Anthony weiß nicht, wie er mit seinem Vater umgehen soll, weil er ihn zu wenig kennt und weil er nicht weiß, wie sich der Alkohol auf ihn auswirkt. Er ist ein sehr loyaler und einfallsreicher Junge.

Nach und nach entwickelt sich der Film und seine Charaktere. Vater und Sohn finden zusammen als sie sich auf die Suche nach dem Werkzeug machen.

Mir hat vor allem in der Mitte des Films gut gefallen, wie der Vater seinem Sohn nahebringt, dass man mit allen Dingen respektvoll und umsichtig umgehen soll. Dass jeder Gegenstand, ob Hose oder Stuhl, von anderen Menschen hergestellt wurde und sie ihre Zeit und Kraft dafür investiert haben.

Ein guter Film, der meiner Meinung nach zwar nicht ins Genre "Komödie" passt, aber trotzdem am Ende des Tages ein gutes Gefühl hinterlässt.